Ergebnisse der Ausgangsanalyse

Personal Training -BIA-Test

“Gar nicht mal so gut”

Mit Spannung schaue ich in das Gesicht meiner Personal Trainerin Sibylle Nies, um die Testergebnisse zu erfahren. Als erstes mein Ergebnis des BIA Tests. Wie im letzten Blogeintrag beschrieben werden hier Werte wie Fettgehalt des Körpers, Muskelmasse und Verteilung des Körperwassers ermittelt.
“Dein BIA ist in Ordnung. Dein Gewicht ist normal, der Wasserhaushalt und die anderen Werte sind im Durchschnitt. Wie es sich für jemanden, der absolut untrainiert ist, gehört. Da kannst Du zufrieden sein. In Deiner Situation kommt durch eine ungünstige Ernährung meistens Übergewicht hinzu. Das Entscheidende ist hierbei nicht die Werte der Ausgangslage sondern die Analyse der Entwicklung. D.h. wie verändern sich Muskelmasse, Fettanteil und Körperaktivezellmasse. Dazu werden wir den Test regelmäßig alle 2 Monate wiederholen und die Ergebnisse vergleichen.”

Dann atmet sie tief durch.  “Dein FMS Test… . Da bist du im hohen Bogen durchgefallen.
Du hast insgesamt, bei allen Übungen die wir gemacht haben, 13 Punkte von 21 erreicht. Dabei gilt bei unter 14 Punkten ein erhöhtes Verletzungsrisiko. Dieses ist beim Training um das doppelte bis dreifache erhöht. Besonders schlimm ist Deine Beweglichkeit. Du hast erhebliche Defizite in der Lenden- und Brustwirbelsäule. Bei dem Hurdle Step (deutsch: Hürdenschritt) ist deutlich zu erkennen, dass Du eine mangelnde Hüftmuskulatur hast. Wenn wir Dich jetzt einfach so loslaufen lassen, wirst Du es nicht nur nicht schaffen, sondern Dich verletzen. Das wäre Wahnsinn. Wir müssen einen weiteren Tests mit Dir machen um zu definieren, welche Muskeln wir antrainieren oder aktivieren müssen, um Dir überhaupt die Fähigkeit in die Hand zu geben einen Lauf, wie den Wings for Life World Run zu meistern. Ein trainierter und stabilisierter Rumpf ist die Grundlage eines ökonomischen Laufstils. Dein Rücken muss stabil bleiben, damit die Gelenke geschont und die Bandscheiben nicht zu stark abgenutzt werden. Das alles hast Du zur Zeit überhaupt nicht. Der Rumpf ist das Zentrum der Kraftentwicklung und soll Dir im Ganzen Stabilität bringen. Nur so können Deine Beinen und Arme Maximalkraft, Präzision oder Stabilität erreichen.
Desweiteren ist bei Dir eine deutliche Asymetrie zwischen rechts und links zu erkennen. Du bist links stärker und stabiler als rechts. Um diese Defizite gezielt zu verbessern werden wir im Rahmen des FPZ-Trainings eine Rumpfmaximalkraftmessung durchführen um danach gezielt die Muskel zu trainieren”

Ich war nicht schockiert. Auf der einen Seite ist es logisch, dass die Ergebnisse nicht gut sein können. Von einigen Übungen habe ich das erste Mal gehört. Ich hatte nur drei Versuche. Gezeigt wurden diese mir nicht, da ich sie intuitiv machen sollte. Aber die Worte “erheblich defizitär” und “schlecht” sind sehr oft gefallen. Auswahlkriterium für den Personal Trainer sind für mich eine genau Analyse meiner Situation gewesen. Keine Schablonen oder oberflächliche Betrachtungen. Auch die schrittweise Individuelle Hinführung zu meinem Ziel. Ich bin schon ein wenig gedämpft in meinen Ansprüchen, nicht in dem Ziel. Aber das ist richtig so. Mein Trainer hat das Fachwissen und die Mittel mich dahin zu führen.

Nächste Woche geht es mit der Rumpfmaximalkraftmessung weiter. Anhand der Ergebnisse wird danach ein Trainingsplan erstellt, den ich nicht nur leisten und bewältigen kann, sondern auch so auf mich abgestimmt ist, dass ich den größtmöglichsten Erfolg erzielen werde.

Wenn Sie weiteres Interesse oder Fragen bezüglich des Personal Trainings haben oder eventuell auch das Projekt Halb-/Marathon, Hindernislauf bestreiten wollen stehen wir Ihnen gerne per Facebook, Mail oder direkt im Therapiezentrum zur Verfügung. Gerne können sie auch diesen Beitrag kommentieren.