Träume wieder näher bringen - Kaatsu

Wir als Therapiezentrum haben uns die Aufgabe gestellt, Menschen mit unterschiedlichsten Anliegen zu helfen. Dabei unterstützen wir vor allem bei Träumen, die durch einen Unfall oder einer Verletzung in die Ferne gerückt sind. Derzeit besucht uns eine 16-jährige Fußballspielerin (B-Juniorinnnen-Bundesliga Süd, FV Löchgau), um ihrem Traum wieder näher zu kommen.

Malina B. 16 Jahre
„Nachdem ich ein ganzes Jahr Probleme mit meinem Knie hatte (Patellaluxation), kam die Nachricht eines Kreuzbandrissses mit zusätzlichem Meniskusriss trotzdem plötzlich und unerwartet. Es war das 3. Spiel, bei dem ich endlich wieder richtig spielen konnte und zudem auch noch das erste Relegationsspiel um den Aufstieg in die U-17 Bundesliga - ein langjähriger Traum von mir. In einer Angriffssituation in der ersten Halbzeit gegen Bad Vilbel flankte mir eine Mitspielerin den Ball von rechts. Um diesen noch zu bekommen, lief ich -mit Gegnerin an der Seite- seitwärts; dabei verdrehte ich meinen Oberschenkel während mein Fuß im Rasen stecken blieb. Dann war alle Kraft weg. Am nächsten Tag beim Arzt bekamen wir -nach genauem Betrachten des MRTs- die Nachricht: Kreuzband- und Meniskusriss.
Wir waren schockiert.
Eine OP.
Krücken.
Ein Jahr kein Fußball.
Keine U-17 Bundesliga.
Ich wollte es einfach nicht wahrhaben; nach einem Jahr zurückkämpfen nochmal ein ganzes Jahr kämpfen?!
Im Endeffekt hatte ich jedoch keine andere Wahl, zumindest wenn ich weiterhin Fußball spielen wollte. Mein mittlerweile schon siebenjähriges Hobby wollte ich nicht einfach so in den Sand setzen, das war mir von Anfang an klar. Fußball hat mir in den ganzen Jahren so viel gegeben, jetzt war meine Chance etwas zurückzugeben - nämlich Kämpfen und Durchhalten.”

Dieser Wille und die Kraft, die eine 16-jährige für Ihre Träume aufbringt, treibt uns an, die bestmöglichen Methoden zur Unterstützung zu finden. Mit der Anschaffung und Ausbildung zum Kaatsu Spezialist gelingt es uns, Träume wieder greifbar zu machen.

Malina B. 16 Jahre
„Schon 5 Tage nach meiner OP, am 17.06.19, hatte ich das erste mal Kaatsu-Training bei Frau Nies. Ich muss zugeben, dass ich am Anfang nicht wusste, was genau das ist und vor allem wie ich mit Krücken und meiner Knieschiene (0° Bewegungswinkel) auch nur einen Muskel im Körper aufbauen sollte. Aber ich wurde vom Gegenteil überzeugt.
Das Kaatsu-Training startete an den Armen. Zunächst die Manschetten links und rechts möglichst gleich fest anlegen, Druck anstöpseln und danach einen kurzen Aufwärmzirkel ohne Gewichte.
Der Aufwärmzirkel besteht aus 8 Runden à 20 Sek. Druck und 5 Sek. Pause, um den Muskel zu aktivieren.
Anschließend wird der Druck dauerhaft eingestellt, die Stöpsel abgesteckt und der Muskel eine viertel Stunde bis zur Ermüdung gequält. D.h. jede Übung mit 3-4 Sätzen so oft wiederholen bis man nicht mehr kann. Zwischen den Sätzen 20 Sekunden Pause.
Jetzt folgten die Beine. Ich - mit Krücken und sichtlich wackelig auf den Beinen - fragte mich immer noch, wie ich gleich mein rechtes Bein in die Luft bewegen sollte.
Nach den Aufwärmzirkel ging es schon mit der ersten Übung los. Da ich nur die Hälfte meines Körpergewichtes belasten durfte, bekam ich noch keinen dauerhaften Druck, sondern nur Minutenweise während der Übung.
Die erste Übung ist für einen Außenstehenden wahrscheinlich so einfach, dass man sie nie bewusst trainieren würde; für mich jedoch ein Kraftaufwand und eine Konzentrationsleistung wie schon lange nicht mehr. Während ich auf einer Liege lag, wurde mein Fuß in eine Schlaufe gelegt, die an einem Seilzug hinter mir befestigt war. Ich sollte nun mein gestrecktes Bein, das durch den Seilzug nach oben gezogen wurde, wieder nach unten drücken.
Seit ich die “Donjoy Knieschiene” mit eingestelltem 90° Bewegungswinkel bekommen habe, gehen nun auch schon Übungen wie z.B. Kniestrecker. Zwar noch nicht am Gerät, aber der Bewegungsablauf ist der Gleiche.
Je mehr Übungen ich mache, desto mehr überzeugt mich das Kaatsu-Training. Was mir persönlich besonders gefällt, ist, dass mein Knie und mein Oberschenkel trotz geringen Gewichten in der Bewegung sehr beansprucht werden.
Mittlerweile nähert sich mein Oberschenkel - abgesehen von der Schwellung um mein Knie - immer mehr wieder dem linken an; und das nach nur 5-mal Kaatsu-Training."


Malina B. am Seilzug mit der Kaatsu-Manschette am Oberschenkel

Die richtigen Methoden und einen organisierten Partner an der Seite zu haben, ist die eine Sache. Unterstützung dabei zu bekommen, die Kraft sich zu Motivieren, zu Kämpfen und Durchzuhalten ist ein zusätzlicher Pluspunkt. Diesen Personen gilt der Respekt.
Mentale Stärke ist bei der Regeneration von Verletzungen einer der wichtigsten Bausteine.

Malina B. 16 Jahre
“Mein oberstes Ziel, das ich hoffe durch Kaatsu-Training zu erreichen, ist es zunächst einmal, wieder komplett fit zu werden, um endlich dauerhaft und ohne Probleme Fußball spielen zu können.
Auch wenn ich erst in 9-12 Monaten an Punktspielen teilnehmen darf, habe ich die Hoffnung noch nicht aufgegeben die letzten ein oder zwei Rückrundenspiele mitspielen zu können - dies liegt jedoch nur zum Teil in meiner Hand.
Jetzt konzentriere ich mich erst einmal Schritt für Schritt auf die bestmögliche Heilung meines Knies, um so schnell wie möglich wieder auf dem Platz zu stehen.”


Erste Schritte ohne Donjoy Knieschiene am 17.07.2019 - ein Monat nach Trainingsbeginn